Die zwei Magritte-Museen von Brüssel
René Magritte, der magische Verwandler der Wirklichkeit, ist einer der bekanntesten Maler des 20. Jahrhunderts. Magritte (1898-1967) verbrachte den Großteil seines Lebens ins Brüssel. 1915 zieht er hierher um wenig später ein Studium an der Königlichen Kunstakademie aufzunehmen. Als aufstrebender Künstler zieht es ihn 1927 mit seiner Frau nach Paris, in den Kreis der dort lebenden Surrealisten. Nach nur drei Jahren kehrt er nach Brüssel zurück und lebt bis 1954, insgesamt 24 Jahre, in der Esseghemstraat. Die Erdgeschosswohnung wurde originalgetreu restauriert und ist heute ein biographisches Museum über René Magritte (www.magrittemuseum.be). Seit Juni 2009 würdigt seine Heimatstadt den surrealistischen Maler mit einem weiteren Museum und der größten Sammlung seiner Werke weltweit. Im Musée Magritte Museum werden über 250 Arbeiten von den ersten Gehversuchen im Stil des Konstruktivismus bis zu den Traumbildern der Spätzeit, die sich bis heute als Reproduktionen auf Plakaten und Kaffeebechern wiederfinden, gezeigt. Sie lassen den Besucher tief in die Welt des Künstlers und sein unendliches Spiel mit den Wirklichkeiten eintauchen. Selbst die Fassade des Museums auf dem Brüsseler Kunstberg, nur einen Steinwurf vom Königlichen Palast entfernt, spielt mit unserer Wahrnehmung. Auf den Fensterscheiben scheint sich genau jener Wolkenhimmel zu spiegeln, den wir von den Gemälden Magrittes kennen: immer himmelblau und voll von unschuldig weißen Wölkchen. |